FAQ

Alles zum Thema RPM und Tuning

In der Rubrik FAQ möchten wir versuchen die meist gestellten Fragen mit einfachen Worten zu beantworten. Um dieses zu ermöglichen, haben wir sie in einzelne Themengruppen gegliedert um eine bessere Übersicht zu haben. Wir sind bemüht die einzelnen Bereiche weiterhin zu ergänzen bzw. auch Ihre Fragen hier zu beantworten.

Übersicht: G-Lader

Wie funktioniert ein G-Lader?
Worin unterscheiden sich Turbolader und G-Lader?
Wie oft muss der G-Lader gewartet werden?
Wie wird der Zahnriemen ausgewechselt?
Was versteht man unter Ladedruck?
Undichtigkeiten am Ladeluftsystem erkennen
G-Lader und Fahrzeugkauf
Welches Laderrad sollte gefahren werden?
Gemischanpassung und kleines Laderrad
Verkürzte Dichtleisten und die Folgen

 

Wie funktioniert ein G-Lader?

Siehe Seite Wissenswertes über G-Lader

Worin unterscheiden sich Turbolader und G-Lader?

Der Turbolader besteht aus dem Laufzeug, Lagergehäuse, Turbinen und Verdichtergehäuse. Er wird durch die kinetische Energie im Abgasstrom angetrieben.

Die Vorteile:

  • Einfacher Aufbau
  • Die Antriebsleistung wird aus der Restenergie der Abgase gewonnen
  • Es muss keine Motorleistung aufgewendet werden
  • Wesentlich höhere Ladedrücke möglich
  • Keine berührenden Teile im Inneren
  • Günstige Anschaffungskosten

Die Nachteile:

  • Meistens weniger Ladedruck im unteren Drehzahlbereich
  • Aufwendige Nachrüstung

Der G-Lader besteht aus dem Einlaß-und Auslaßgehäuse sowie dem innen liegenden Verdichter der auf einer Extenterwelle lagert. Der G-Lager benötigt spez. Dichtleisten um die einzelnen Arbeitskammern gegeneinander abzudichten.

Die Vorteile:

  • Hoher Ladedruck bei niedrigen Drehzahlen
  • Spontanes Ansprechverhalten

Die Nachteile:

  • Mechanischer Verschleiß der Dichtleisten
  • Hohe Wartungskosten
  • Sehr hohe Anschaffungskosten
  • Sehr empfindlich gegenüber Fremdkörpern (Verschmutzungen in der Ansaugluft)
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Wie oft muss der G-Lader gewartet werden?

Es ist abhängig von dem verwendeten Laderrad und dem Fahrstil, hierbei gilt: je kleiner das Laderrad umso höher der mechanische Verschleiß des Laders. Wobei unterschieden werden muss, zwischen dem Verschleiß an den Kugel-Nadellagern, Dichtleisten, und Dichtringen die erneuert werden können, und den Gehäusehälften sowie dem Verdichter, die im Betrieb permanent an den Dichtleisten reiben. Dabei wird Material abgetragen welches unwiderruflich verloren geht, und im Rahmen einer Instandsetzung nicht wieder ergänzt werden kann. Wir empfehlen den G-Lader regelmäßig zu überprüfen zu lassen ( etwa alle 30tkm) und dann alle notwendigen Verschleißteile nach der Überprüfung ggf. auswechseln zu lassen.
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Wie wird der Zahnriemen ausgewechselt?

Grundsätzlich kann der Zahnriemen (Teilung XL) von jedem versierten Schrauber selbst erneuert werden. Dieses ist beim größeren G-60 Lader sogar im eingebauten Zustand möglich. Hierbei muss der lediglich der Antriebsriemen nach dem Lösen abgenommen werden. Den alten Zahnriemen am besten mit einem Seitenschneider trennen und den Neuen durch leichtes drehen der Hauptwelle auflegen. (Achtung, unbedingt die Steuerzeiten einhalten, siehe auch unter "Wissen") Beim "G40" ist dieses erst nach dem abnehmen der Halteplatte möglich, was den Ausbau des Laders voraussetzt. Wir empfehlen alle 15 tkm den Zahnriemen auszuwechseln.
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Was versteht man unter Ladedruck?

Es ist die geförderte Luftmenge die nach dem schließen des Einlassventils im Saugrohr verbleibt. Die Höhe des Ladedruckes ist abhängig von der Förderleistung des G-Laders, Kompressors, oder Turboladers. Der Ladedruck ist ein Hauptparameter für die Leistung an aufgeladenen Fahrzeugen, wobei jeder Tuner versucht, durch mechanische Maßnahmen wie (durch Zylinderkopfbearbeitungen oder das verbauen von Sportnockenwellen) die Füllung eines Motors zu verbessern. Die Folge ist ein sinkender Ladedruck, da dem Motor wesentlich mehr Luft bei der Verbrennung zur Verfügung steht. Die Motorleistung steigt wobei der Ladedruck fällt. Wendet man diese Vorgehensweise an einem G-Ladermotor an, so kann man feststellen das sich der G-Lader wesentlich leichter antreiben lässt und dem Motor weniger Antriebs- leistung abnimmt, welche dann zusätzlich zur Verfügung steht. Weiterhin wird der G-Lader entlastet welches mit einer längeren Nutzungsdauer entlohnt wird.
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Undichtigkeiten am Ladeluftsystem erkennen

Oftmals liegt der mangelnde Ladedruckaufbau nicht an dem G-Lader sondern an einem undichten Ladeluftsystem. Kann man an den Schlauchanschlüssen einen Ölaustritt bemerken ist die Fehlersuche recht schnell erfolgreich. Andernfalls kann man die Undichtigkeiten schlecht finden da, die Anlage im Leerlauf sowie im Teillastbereich entweder nur Unterdruck oder nur wenig Ladedruck aufbaut. Unser Tipp !! Steuergestänge zur Bypassklappe aushängen, Motor bei etwa 2000 U/Min laufen lassen, Bypassklappe über das Gestänge verschließen, der Ladedruck steigt jetzt an. Eventuelle Undichtigkeiten zeigen sich jetzt mit lautem Zischen.
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G-Lader und Fahrzeugkauf

Wer kennt nicht die Probleme beim Kauf eines G-Lader-Fahrzeuges, Um einen Eindruck vom Zustand des G-Laders zu bekommen ohne ihn zu zerlegen, ist die Förderleistung des G-Laders eine recht brauchbare Aussage über seinen Algemeinzustand. Um dieses auf die schnelle Überprüfen zu können drückt man mit der Hand den Schlauch am Drosselklappenteil etwas zusammen und erhöht dann mit der Drosselklappe die Leerlaufdrehzahl. Jetzt muss man merken das sich das Schlauchstück in der Hand spürbar weitet. Ist dieses nicht zu bemerken sind in der Regel größere Schäden am G-Lader zu verzeichnen, wobei dieser Schnelltest nur eine grobe Aussage über den Zustand eines G-Laders machen kann.
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Welches Laderrad sollte gefahren werden

Die Förderleistung des G-Laders ist von der Drehzahl abhängig. Das heißt, je höher die Laderdrehzahl desto höher die Fördermenge und die daraus resultierende Motorleistung. Das Übersetzungsverhältnis kann aber nicht willkürlich geänderte werden, da im G-Lader erhebliche Kräfte wirken und der Verschleiß stark zunimmt. Der Durchmesser des Serienladerrades liegt bei 78mm. Eine Drehzahlerhöhung um 10% gilt ab Werk als bedenkenlos, wir empfehlen Laderradgrößen von 70mm max aber 68mm. Laderradgrößen von 65mm stellen die absolute Schmerzgrenze dar.
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Gemischanpassung und kleines Laderrad

Erhöht man die dem Motor zugeführte Luftmenge, muss man bedenken das die optimale Gemischzusammensetzung nicht mehr gewährleistet ist. Der Motor magert ab. Um die Kraftstoffmengen anzugleichen müssen,(z.B. die Taktzeiten der Einspritzventile verlängert werden) was durch das Tauschen eines entsprechend modifizierten Datensatzes( E-Prom) geschieht. Extreme Leistungssteigerungen können auch das anheben des Kraftstoffdruckes nötig machen.
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Verkürzte Dichtleisten und die Folgen

Werden bei einer Instandsetzung ungeeignete Dichtleisten eingesetzt z.B.(Kolbenführungsband) führt es meistens dazu das das verwendete Material durch die auftretenden Temperaturen ausdünstet und sich hierbei verkürzt. Durch die exzentrische Bewegung des Verdichters wandern die Dichtleisten von einem Endanschlag der Dichtleistenführung zum anderen und nutzt hierbei die Dichtleistenführung ab. Die Folgen sind geschwächte Seitenwände die schnell herausbrechen und einen typischen Schaden darstellen. Meistens fallen hierbei auch die Dichtleisten aus den Führungen und wandern durch das Ladeluftsystem. Verwenden Sie nur wärmebehandelte Dichtleisten die hierfür gefertigt worden sind und den Anforderungen standhalten. Sie verfügen über die richtigen Abmessungen und der entsprechenden Qualität.
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